Als wir uns damals – das sind mein Mann Heiko Kehnscherper und ich, Anke Kehnscherper – vor acht Jahren auf dem Land niederließen, zog auch unser fast sechzehnjähriger Labradormix Toni mit. Wir wussten zu der Zeit, dass er sehr krank war, hatten aber gehofft, dass uns noch viele Wochen mit ihm bleiben würden. Gut zwei Monate später mussten wir ihn dann über die Regenbrücke gehen lassen.

Die Trauer war sehr groß, und wir wollten nach diesem schmerzlichen Verlust keinen Hund mehr. Nach und nach wuchs in mir aber der Wunsch nach einem neuen Vierbeiner, und ich begann mich umzusehen, zuerst in Tierheimen und später dann bei Privatleuten, die Mischlingswelpen hatten. Mein Mann wollte zunächst keinen Gedanken an ein neues Haustier verschwenden. Nach einiger Zeit allerdings stimmte er unter der Bedingung zu, dass es dieses Mal ein Rassehund sein sollte, und ihm fiel sofort der Beagle ein. Meine erste Reaktion war: "Nein, ALLES – bloß kein Beagle!!!". Warum? Weil ich schon mehrfach von deren Dickköpfigkeit, Verfressenheit und schweren Erziehbarkeit gehört habe. Dennoch fing ich an mich mit der Rasse zu beschäftigen und stellte nach einiger Zeit fest, dass der Beagle genau DER HUND ist, der zu uns passt. Also war es beschlossene Sache, und wir begannen im Frühjahr 2014 mit der Suche nach einem Züchter.

Unsere Vorstellungen waren klar - die Welpen sollten im Haus aufwachsen, gesund, mutig und gut geprägt sein. So fiel nach einigem Suchen unsere Wahl auf Adriane und Thomas Volkmann. Ein kleiner Bicolour-Junge suchte noch nach einer neuen Familie, und nachdem klar war, dass wir ihn bekommen würden, besuchten wir ihn im Juni 2014 zum ersten Mal. Es war von beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Schließlich zog Cadoc von und zu Volkmann – von uns allen "Caddie" genannt – nach unserem Urlaub mit fast 10 Wochen bei uns ein, und für uns begann eine aufregende Welpenzeit mit anschließender Pubertät. Was soll ich sagen? Als Beagle-Besitzer*innen hat/entwickelt man jede Menge Humor und Kreativität. Genau DAS lieben wir an diesen Hunden. Da war es für uns bloß eine logische Konsequenz, unsere Meute um einen weiteren Beagle zu erweitern.

Da zwischen Adriane Volkmann und mir in der Zwischenzeit eine Freundschaft entstanden war, stand für uns fest, dass unser neues Familienmitglied aus ihrem Zwinger kommen und, wenn die Voraussetzungen stimmten, in die Zucht gehen sollte. Eine aufregende Zeit begann. Das hieß warten, warten, warten... von der Läufigkeit der Hündin angefangen über den Deckakt bis hin zu den ersten Ultraschallbildern und der Geburt. Zwischenzeitlich die Namenssuche – die ist nämlich ganz schön tricky.

Am 3. Juli 2016 war es schließlich soweit, und sechs putzmuntere Welpen erblickten das Licht der Welt. Nach drei Wochen wussten wir, dass Freiherr Ferdinand von und zu Volkmann, von uns Ferdi gerufen, unser kleiner Rüde ist. Bis er bei uns am 4. September einziehen konnte, hieß es noch sechs endlos lange Wochen warten. Caddie staunte nicht schlecht, dass der Knirps ihm nun den alleinigen Sitz auf dem Thron streitig machte, ihn nicht schlafen ließ, an den Ohren zog. Nach kurzer Zeit aber schon waren die Beiden aber wie Pech und Schwefel, und es ist uns jeden Tag eine große Freude, ihnen zuzusehen, mit ihnen Zeit zu verbringen und aneinander zu wachsen.

Nun heißt es wieder warten, denn Ferdi soll zur Zucht zugelassen, und später einmal Vater vieler wunderschöner Welpen werden.

Wie es ausgeht steht dann in den News.